Warum Design zu weniger Traffic und Umsatz führen kann?

In den vergangenen 12 Monaten konnten wir viele, neue Kunden im Bereich der Google-Optimierung (SEO) hinzugewinnen. Dabei zeigt sich oft das immer gleiche Schema. Die Internetseiten der Betreiber liegen sowohl was den Traffic anbelangt als auch im Bereich der Anfragen für die jeweiligen Dienstleistungen weit hinter den Erwartungen zurück. Vor einer Aufnahme in das Programm zur Google-Optimierung prüfen wir zunächst jede Internetpräsenz. Denn viele SEO-Maßnahmen verpuffen, wenn die Internetpräsenz technisch und konzeptionell nicht darauf ausgerichtet ist Performance zu liefern.

Einer der mit Abstand häufigsten Fehler besteht immer noch daran, dass Design einer Internetseite vorab allzu stark in den Mittelpunkt zu rücken. Webdesigner befinden sich so recht häufig in einem Zielkonflikt. Einerseits muss der Kunde überzeugt werden, so dass der Auftrag sicher abgeschlossen werden kann. Andererseits wissen erfahrene Webdesigner, dass die Mechanismen der Google Optimierung (SEO), aber auch die der Umwandung von Besuchern in neue Kunden (CRO), die Möglichkeiten im Bereich Design limitieren. Hinzu kommt, dass die Auftraggeber den Wert der neuen Internetpräsenz am dem fest machen, was sie sofort sehen können – dem Design. Da der spätere Erfolg einer Internetseite jedoch nicht Teil des Auftrags zur Webseitenerstellung ist, gehen Webdesigner häufig den Weg des geringsten Widerstandes und achten primär auf das Erscheinungsbild.

Alles dreht sich, alles bewegst sich – der Kunde hat sich selbst verwirklicht


Jedoch ist es bei weitem nicht das Design einer Internetpräsenz, welches Produkte und Dienstleistungen verkauft. Schlimmer noch, das Überdesignen einer Internetpräsenz kann viel schneller als gedacht dazu führen, dass sowohl Google als auch Ihre Kunden falsche Signale erhalten. Im Ergebnis beziehen Internetauftritte und Webshops schlechte Google-Rankings und daraus folgend weniger Besucher. Die Besucher welche den Weg zum Webangebot dennoch finden, fragen oder kaufen durch Überdesign zudem deutlich weniger Leistungen oder Produkte an.

Wo liegen die häufigsten Fehler?


Eine allgemein gültige Antwort auf diese Frage besteht natürlich nicht. Dazu gibt es zu viele ganz unterschiedliche Fallstricke. Häufig sind es die Auftraggeber selbst, welche ein ganz bestimmtes Design vehement wünschen. Vor einigen Tagen erhielten wir eine Kundenanfrage hinsichtlich der Neugestaltung einer Internetpräsenz. Das Ziel war es, die Internetpräsenz einer neu zu gründenden Agentur für die Vermittlung von Künstlern in Europa aufzubauen. Der Kunde wollte sich dafür unbedingt am Blog ähnlichen Design der Vogue-Webseite orientieren, welches ihm sehr gut gefiel. Um den Auftrag sicher zu erhalten, hätten wir diesem Vorschlag ohne weiteres zustimmen können. Dann jedoch hätte unser Team eine Webseite erstellt, welche ganz sicher deutlich hinter den Möglichkeiten zurückgeblieben wäre. Dabei ist es grundfalsch irgendeine schöne Internetseite nachzuahmen.

Eine hervorragende Methode mehr Traffic zu erhalten und viele Besucher in neue Kunden zu verwandeln, besteht in einer durchdachten, konzeptionellen Planung der Internetpräsenz. Eine der effizientesten Planungsmöglichkeiten bietet der Wireframing-Prozess. Dabei werden sämtliche Webseitenelemente (z.B. Banner, Menüs, Schaltflächen, Produkte, Bilder oder Textblöcke) in simplifizierten Drahtgitterzeichungen angelegt, welche die Einzelseiten der Internetpräsenz vollständig abbilden. Da das Drahtgittermodell bzw. der Wireframe weder coloriert ist und statt echter Bilder und Texte Platzhalter nutzt, wird eine Konzentration auf die tatsächlich wesentlichen Fragen möglich. Diese lauten beispielsweise (Auszug):

  • Wie werden Produkte & Dienstleistungen verständlich dargestellt?
  • Wo befinden sich die essentiellen Schaltflächen & Kontaktoptionen?
  • Wie können Leistungen optimal angefragt oder gekauft werden?
  • Wie erhält Google über die Seitenstruktur bestmögliche Signale?
  • Was kann reduziert werden?

Über das Nachahmen einer Internetpräsenz oder die Verwendung eines fertigen Designs werden Sie diese meisten dieser Fragen sehr wahrscheinlich nicht optimal beantwortet. Ein guter Webdesigner weiß zudem, dass Ladezeiten, HTML-Element-Strukturierungen oder Textmaße den organisch generierten Google-Traffic enorm beeinflussen. Umsatzoptimierte Website-Wirframe-Modelle sind die Essenz all dieser Überlegungen. Sie sind das Rückgrat erfolgreicher Geschäfte im Internet.

Zur Wahrheit gehört aber auch, dass konzeptionell geplante Internetseiten kostenintensiver sind. Nicht selten sparen selbst größere Unternehmen genau an dieser Stelle. Die Vorstellung, dass die Produktion einer Internetseite tendenziell preiswert sein sollte ist ein weiterer Fehler. Im Rahmen der Google Optimierung überarbeiten wir Internetseiten so, dass diese mehr Besucher in neue Kunden konvertieren. Nicht selten erreichen wir aus dem Stand 40% mehr Umsatz! Dabei ist es wichtig zu wissen, dass bei weitem nicht alle Fehler nachträglich ausgebessert werden können, ohne die Internetpräsenz faktisch neu zu erstellen. Da Webseitenbetreiber sich der Fehler (wenn überhaupt) oft erst nach vielen Monaten oder gar Jahren bewusst werden, verlieren Unternehmen ungleich mehr Geld, als hätten diese eine von Anfang an eine im Detail optimiert Internetseite geordert. Gerade in Verbindung mit Kampagnen (Google Ads, Facebook Ads) verbrennen semioptimale Internetauftritte sehr viel Geld.

Zurück zum Design


Ich gebe zu, ich habe die Diskussion um genau dieses Thema natürlich oft geführt. Häufig denken Kunden herauszuhören, dass Design somit nicht wichtig wäre. Genau das jedoch habe ich nie gesagt. Selbstverständlich sollte jede Internetpräsenz informativ, innovativ, ansprechend, und formschön sein, jedoch eben primär für neue Kunden sorgen. Denke daran, dass jedes Webangebot nur eines von vielen ist. Bedenke auch, dass die meisten Besucher deutlich weniger als 10 Sekunden verweilen, wenn das Gesuchte nicht gefunden oder erfasst werden kann. Webseitenbetreiber hingegen sind experten in Bezug auf Produkte und Dienstleistungen. Sie verlieren schnell den Blick für die zumeist deutlich weniger erfahrenden Nutzer und designen Internetauftritte von Experten für Experten. Ich empfehle gern einen wirklich einfachen Test zu machen.

Teste ganz einfach das Nutzerverhalten Deiner Besucher


Mouseflow ist ein Webservice, welcher das Nutzerverhalten auf Deiner Internetpräsenz detailliert aufzeichnet. Die Testversion mit 500 Aufzeichnungen ist kostenlos. Eine Einbindung erfolgt über das einfache Hinzufügen nur weniger Code-Zeilen. Viele Webseitenbetreiber werden über die Sichtung der Video-Aufzeichnungen wach. Nicht selten sind Nutzer zu sehen, welche verzweifelt nach Informationen suchen, Dienstleistungen nicht erfassen oder den Produkt-Kauf abbrechen. Häufig genug wird auch erst jetzt erkannt, dass eine Internetpräsenz auf bestimmten, häufig genutzten Geräten nicht wie erwartet funktioniert.

Ganz allgemein sollten Betreiber kommerziell gelagerter Webangebote auf folgende Dinge achten:

  • Arbeite die USP’s glasklar heraus
  • Ordne das Webdesign in unbedingt der Conversion unter (CRO)
  • Denke primär an die Nutzer kleinerer, mobiler Geräte
  • Strukturiere das Angebot klar und Verständlich
  • Verzichte auf komplexe Darstellungsformen
  • Reduziere auf das Notwendige
  • Achte auf das Textmaß sowie die Keywords und Überschriften (SEO)
  • Bleibe optisch besser innerhalb der Erwartungshaltung deiner Benutzer

Denken wir zu guter letzt kurz an Amazon. Dieser Webshop ist nicht unbedingt schön, oder? Ein Umsatz von über 50 Milliarden Dollar im ersten Quartal 2019 jedoch spricht für sich. Amazon ordnet das Design der Umwandlung von Besuchern in Kunden stets konsequent unter.

Benötigst Du Unterstützung bei Erstellung einer Internetpräsenz, welche mehr Google-Traffic liefert und mehr Besucher in neue Kunden umwandelt? Unsere erfahrenden Webdesign- und Conversion-Rate-Spezialisten machen genau das möglich.